Zeitstempel der NEADS-Tapes

Die Erinnerung von Colin Scoggins

NEADS wurde durch Joseph Cooper aus dem ZBW über die Entführung von AA 11 informiert. Kurz darauf trat auch Colin Scoggins aus dem ZBW mit NEADS in Kontakt. Die entscheidenden Minuten beschreibt Scoggins in seinem FAA Personnel Statement vom 20.09.2001, neun Tage nach den Ereignissen.

Without a recording I am unable to provide a timeline, I did my best to keep things in order. I actually came in late that morning, at about 8:25 AM. As I entered the doorway someone advised me that a Hijacking was going on, an AAL11.)
I wasn’t in a rush because when Hijacks do occur sometimes to many people try to get involved but instead they just get in the way. I went to the credit union first. I then thought I should probably go to the TMU unit to make sure the fighters got off because of the Hijack. I commented to the Credit Union employee, that I needed to go to the TMU unit to make sure that the fighters got off, just in case they needed to take action against the hijack. Commenting that if it really came to it and if they had to stop the highjack from hitting a building or something, there wasn’t much they could do.
Entered TMU Unit to verify that NEADS was called to scramble fighters. Joe Cooper was talking to NEADS requesting fighter escort asking them when they were going to get off.
Conversed with Dan Bueno the STMC to verify that NEADS had been called. He advised they had, and briefed me on the Hijack. (There was a delay here because Bueno called the 102nd first and asked them to scramble, they advised they needed a scramble order over the scramble circuit.) (Bueno had also advised me that the Hijack seemed to be more real, that there may have possibly been a Mid-eastern or Arabic voice heard on the hijack.) (He also advised me that they had turned off the transponders to prevent the Hijack code from appearing.) (This was not someone pissed off or mentally deranged, you could tell that our awareness was higher than normal.)
Contacted NEADS to see if they could identify AAL11 primary target only, attempting to get an altitude from their radar. (Height finding equipment) NEADS unable to identify target.
Called NEADs several times to identify target, 50 South of ALB, then 30 North of JFK, 16 N of JFK, and again when we lost radar 8 NE of JFK.
Conversed with Dan Bueno on AAL11 target, target seemed to be slowing down entering ZNY’s airspace, possibly descending. (400 + knots to 320 knots)

Einige wichtige Elemente aus diesem relativ frischen Augenzeugeneindruck:
- Scoggins stellt klar, dass sein Anruf nach dem Anruf von Joseph Cooper erfolgte.
- Scoggins berichtet, dass er NEADS beim Ausfindigmachen von AA 11 auf dem Radar assistierte. Die erste grobe Positionsangabe hierzu lautet „50 South of ALB”, also 50 Meilen südlich von Albany. Ziemlich genau 50 Meilen südlich von Albany liegt Kingston auf den Koordinaten 41 56N/74 0W.
Gehen wir davon aus, dass Scoggins kurz nach Cooper bei NEADS anrief, lässt sich sein erstes Telefonat mit NEADS auf etwa 08:39 EDT datieren – denn Cooper rief NEADS um 08:37:54 EDT an, folgt man den NEADS-Tapes (NEADS Weapons Director Technician Position, ch. 14; ebenfalls enthalten in den Tapes der FAA.).
Soweit ein erster Abgleich mit den Tonprimärdaten. Ein zweiter Abgleich betrifft die Bildprimärdaten. Die Radardaten des RADES weisen eine Verzögerung von 25,3 Sekunden auf (Quelle). Interessant wäre deshalb ein Radartreffer um 08:38:35 EDT für einen Vergleich von Scoggins Erinnerung mit den Flugdaten von AA 11. Die RADES-Daten enthalten einen Treffer um 08:38:37 EDT. Dieser lautet 41 24 25.313N/073 48 10.966W in Grad bzw. 41,4070/-73,8030 in Dezimalzahlen. Die Koordinate liegt genau zwischen New Windsor und Carmel, ca. 30 Meilen unterhalb von Kingston.
D.h. gegen 08:39 EDT befand sich AA 11 den Daten des RADES zufolge ca. 80 Meilen südlich von Albany (50 bis Kingston plus noch mal 30 von dort). Fand zu diesen Zeitpunkt die erste Identifizierung von AA 11 durch Scoggins gegenüber Personal des NEADS statt, entsteht der Widerpruch, dass Scoggins´ eigene Angabe im Personnel Statement „50 South of ALB“ lautet.
Aus der widersprüchlichen Quellenlage lassen sich deshalb verschiedene, sich gegenseitig ausschließende Arbeitshypothesen ableiten (die Liste ist unvollständig):
(i) Scoggins irrt sich. Er hat die Angabe „50 South of ALB“ nie gemacht.
(ii)  Scoggins irrte sich. Er hat die Angabe „50 South of ALB“ zwar gemacht, sie war allerdings falsch (veraltet, unpräzise, …), d.h. AA 11 flog zum Zeitpunkt des Telefonats nicht 50 Meilen südlich von Albany.
(iii) Scoggins irrt sich nicht. Er hat die Angabe „50 South of ALB“ gemacht und sie war wahr, d.h. AA 11 flog zum Zeitpunkt des Telefonats 50 Meilen südlich von Albany.
Welche dieser Arbeitshypothesen korrekt ist, hängt von der Stellung ab, die man den Primärdaten zubilligt. Bezüglich der NEADS-Tapes lässt sich inhaltlich festhalten:
1. Der erste Anruf des ZBW an NEADS erfolgte um 08:37 EDT durch Joseph Cooper ohne Positionsangabe.
2. Die erste Positionsangabe auf den Tapes erfolgt um 08:39:03 durch Colin Scoggins: „Right now the position’s about 40 miles North of Kennedy“ (Kanal 4, ID Op).
Bezüglich der Radardaten des RADES lässt sich inhaltlich festhalten:
Die entsprechende Koordinate in den RADES-Daten lautet 41 24 25.313N/073 48 10.966W in Grad bzw. 41,4070/-73,8030 in Dezimalzahlen (s.o.) und befindet sich etwa 50 Meilen nördlich vom JFK (ca. 15 Meilen nördlich von New City) – kein perfekter Treffer mit Scoggins´ “40 miles north of Kennedy”-Angabe auf den Tapes, aber eine grobe Übereinstimmung und für eine Schätzung basierend auf einem Primärsignal in schneller Bewegung und einem „x“ auf dem Schirm, das die Lage des JFK markiert, vermutlich akzeptabel.
Es folgen weitere Positionsangaben auf den NEADS-Tapes, darunter um 08:40:03 EDT die Koordinate 41 15N/ 073 46W durch Cooper, die ebenfalls nicht perfekt ist, aber fast stimmt (die korrespondierende RADES-Koordinate lautet 40 57N/73 50W).
Die Angabe „50 South of ALB“ dagegen taucht auf den Tapes an keiner Stelle auf.

Basierend auf den Tapes und der timeline, die sie, abgeglichen mit den Radardaten, bieten, kann man sich also mit Berechtigung für Arbeitshypothese (i) entscheiden: Scoggins machte die Angabe „50 South of ALB“ nie. Denn:
- Sie ist falsch für jeden Zeitpunkt nach dem Telefonat von Cooper und Cooper war der erste Anrufer bei NEADS (so die Tapes, Cooper selbst und Scoggins selbst einstimmig).
- Sie taucht auf den Tapes nicht auf.
- Auf den Tapes tauchen andere, besser zu den Radardaten passende Positionsangaben für das entsprechende Zeitfenster auf.
Auch Arbeitshypothese (ii) ist nicht ausgeschlossen – möglicherweise machte Scoggins die Angabe kurz vorher auf einer nicht-aufgenommenen Leitung und sie war zu diesem Zeitpunkt bereits veraltet.
Was die Primärdaten dagegen ausschließen, ist Arbeitshypothese (iii): Zu keinem Moment, in dem Scoggins telefonierte, flog AA 11 50 Meilen südlich von Albany.
Methodisch
beruht dieses Ergebnis auf einer Hierarchisierung der Quellen nach zuverlässigen (Primärdaten) und weniger zuverlässigen Quellen (Erinnerungen).

Im September 2003 wurde Scoggins von Mitarbeitern der 9/11 Kommission befragt (MFR). Im Interview erinnert sich Scoggins gar an die Angabe von 20, nicht 50 Meilen südlich von Albany.

Scoggins stated he made 30 to 40 calls trying to ID AA 11 as a primary target at position 20 degrees south of Albany.

Scoggins wiederholt diese Angabe in späteren Interviews (Bsp.).
Die Primärdaten widersprechen der Angabe „50 South of ALB“, an die Scoggins sich zu erinnern meint. AA 11 bewegte sich beim Anflug auf NYC immer weiter weg von Albany. Demnach widersprechen die Primärdaten der Angabe „20 degrees south of Albany“ erst recht. Entweder die Primärdaten sind falsch – oder Scoggins irrt sich auch hier. Primärdaten stechen menschliche Erinnerung im Entscheidungsfall aus, denn menschliche Erinnerung ist Irrtümern ausgesetzt. Also irrt Scoggins auch hier.

Scoggins bei Paul Schreyer

Im September 2011 versuchte sich Paul Schreyer an einer eigenen Auflösung des Widerspruchs. Schreyer zeigt sich beeindruckt davon, dass Scoggins sich seiner Erinnerung so sicher ist:

Als Scoggins nun im Sommer 2011 für eine Reportage des WDR erneut interviewt wurde, bestätigte er die frühere Aussage mit dem Hinweis, er würde das auch vor Gericht so bezeugen.

Und folgert daraus:

Dies bedeutet nicht weniger, als dass die offizielle Timeline und die Richtigkeit der Zeitangabe auf den (NEADS-)Tonbändern in Zweifel steht.

Schreyer wiederholt diese Behauptung – in Konjunktive gekleidet – im Oktober 2012 im Journal of 9/11 Studies (Quelle, S. 6):

So we have to consider the possibility that everything regarding the military response to Flight 11 and therefore the Otis scramble happened at least 8 minutes earlier.

Schreyer dreht die Evidenzhierarchie damit um und sticht die Primärdaten mit menschlicher Erinnerung aus. Schreyer hört jedoch nicht beim Zweifeln auf, sondern entscheidet sich explizit für Arbeitshypothese im Sinne von (iii): Scoggins irre sich nicht. Er habe die Angabe „20 degrees south of Albany“ gemacht und sie war wahr, d.h. AA 11 flog zum Zeitpunkt des Telefonats 20 Meilen südlich von Albany.
Daraus folgt unweigerlich, dass Scoggins bereits deutlich früher als 08:39 EDT mit NEADS in Kontakt getreten sein muss. Da Scoggins erst nach Cooper anrief, bedeutet dies, dass Cooper bereits deutlich früher als 08:37:54 EDT mit NEADS in Kontakt getreten sein muss. Schreyer geht diesen Schritt explizit mit:

Konkret folgt daraus, dass alle Aktionen der Luftabwehr in Bezug auf die erste Entführung mit großer Wahrscheinlichkeit 8 Minuten eher stattgefunden haben, als offiziell eingeräumt.

Schreyer zweifelt damit die Authentizität aller für diesen Zeitraum relevanten Primärdaten an:
- Der Erstanruf von Cooper ist für den Zeitpunkt 08:37:54 EDT auf den Tapes des ZBW, Position 160 MOS enthalten: Falsche Zeitangabe auf dem Tape, so Schreyer.
- Er ist auf den NEADS-Tapes enthalten: Falsche Zeitangabe auf den Tapes, so Schreyer.
- Die Radardaten und die NEADS-Tapes harmonieren mit Bezug auf die timeline, bspw. was den Start der Otis- und Langley-Flieger betrifft; was verschiedene Positionsangaben zu verschiedenen Flugzeugen betrifft, darunter AA 11 und Delta 1989: Falsche Zeitangabe in den Radardaten, so Schreyer:

An dieser Stelle wird es nun spannend. Denn die beiden Abfangjäger, die aufgrund der ersten Alarmierung von der Otis Air Force Base starteten, flogen eine ungewöhnliche Route. Sie bewegten sich nicht auf direktem Weg nach New York – wie es das Militär übrigens noch bis 2003 behauptet hatte -, sondern flogen eine Warteschleife, ein sogenanntes “Holding Pattern”, über dem Atlantik. Offiziell war das zwischen 9.09 Uhr und 9.13 Uhr, also nach dem zweiten Einschlag im World Trade Center um 9.03 Uhr. Korrigiert man allerdings die Timeline, Scoggins´ Angaben folgend, um die erwähnten 8 Minuten, so befanden sich die Jets von 9.01 Uhr bis 9.05 Uhr in der Warteschleife – also genau kurz vor und während dem Einschlag.

Dieser massive Fälschungsvorwurf, der Elemente bei NEADS, der USAF und der FAA gleichermaßen trifft, provoziert zudem die Frage, wie viel gefälscht wurde. Man kann, auch wenn Schreyer dies vorzuschlagen scheint, unmöglich sämtliche relevanten Tapes einfach um 8 Minuten nach vorne versetzen, weil dann auch Ereignisse, deren Zeitpunkt unzweifelhaft ist und die auf den Tapes im bekannten Zeitfenster auftauchen (bspw. der Einschlag von UA 175 ins WTC) um 8 Minuten nach vorne versetzt werden müssten. Man kann unmöglich sämtliche Radardaten einfach um 8 Minuten nach vorne versetzen, weil dies sämtliche Flüge der Ostküste im relevanten Zeitfenster betreffen würde.
Die absurden Folgen des Fälschungsvorwurfs zeigt Schreyers eigenes Beispiel: Die Route der Otis-Jäger ist kontinuierlich in den RADES-Daten enthalten, mit dem ersten Radartreffer um 08:53 EDT. Die Kommunikation der FAA mit den Otis-Jägern ist in den Aufnahmen des Cape TRACON (K90), High Level Sector und des ARTCC Boston (ZBW), Sector 18 und Sector 18A, Radar Position, enthalten und bestätigt einen Start um 08:52 EDT. Der Weg von der Gefechtsbereitschaft um 08:41 zum scramble um 08:46 bis zum Start um 08:52 ist zudem in den Tapes der FAA und des NORAD auch mit wörtlichen Zeitangaben in GMT zusätzlich zu dem Zeitstempel der Tapes enthalten (meine Hervorh.):

Powell: This is Huntress placing Panta four five, four six on battle stations, I repeat battle stations, time one two four one.

(FAA Cape TRACON Radar Approach Control, 08:41)

Powell: This is Huntress with an active air defense scramble for Panta four five, four six. Time one two four six.

(FAA Cape TRACON Radar Approach Control, 08:46)

Nasypany: That was four six scramble time?
NEADS member: I think so … Yes.
Nasypany: Four six scramble time.

(NEADS MCC Op, ch. 2, 08:50)

NEADS member: Five two airborne.

(NEADS MCC Op, ch. 2, 08:53)

NEADS member 1: Standby, what was the airborne time?
NEADS member 2: Five two.
NEADS member 3: Five two.
NEADS member 4: Five two.

(NEADS MCC Op, ch. 2, 08:57)

Jennings: Mr. Scroggins, this is Sergeant Jennings. Sergeant [inaudible] told me to pass you Otis is airborne at one two five two zero.

(NEADS ID TK, ch. 5, 09:01)
Nicht nur die Radardaten und sämtliche Zeitstempel auf sämtlichen Tapes von drei verschiedenen Einrichtungen müssen demnach falsch sein, möchte man die These “Alles passierte 8 Minuten früher” durchsetzen, auch die wörtlichen Angaben auf den Aufnahmen selbst können nicht stimmen.
Etwas viele absurde Folgen, nur um die Erinnerung von Scoggins zu retten. Die Fälschungsbehauptung wirft aus all diesen Gründen deutlich mehr Fragen auf als sie beantwortet.

Zwei Prinzipien im Umgang mit “Anomalien”

Das Beispiel illustriert zwei Wege im Umgang mit Anomalien, an denen der destruktive, “verschwörungstheoretische” sich von einem konstruktivem Umgang mit dem vorhandenen Material unterscheiden lässt: Der konstruktive Zugang geht von einer Hierarchie der Daten aus, bei denen zwischen zuverlässigen und weniger zuverlässigen Daten unterschieden wird. Er ist Standard in verschiedenen Bereichen der Forschung und Ermittlung, bspw. in der Geschichtsschreibung im Umgang mit Quellen oder in der Polizeiarbeit im Umgang mit Zeugenaussagen. Er kann als Selektionsprinzip kategorisiert werden, dessen Selektionskriterium relativ unabhängig vom Betrachter des Gegenstandes und insofern objektiv besteht.
Der destruktive Zugang mündet ebenfalls in einer Selektion, ihr Kriterium ist allerdings interessegeleitet, damit subjektiv und wurde diversem Gegnern der „offiziellen Version“ auch an anderer Stelle (bspw. was Norman Minetas timeline betrifft) bereits nachgewiesen: Findet der Forscher in der Fülle an timelines und sonstiger Detailangaben eine Angabe, die der sog. „offiziellen Version“ widerspricht und in ein selbstgewähltes Narrativ integriert werden kann, wird diese Version unverzüglich für heilig erklärt und notfalls alles, was ihr widerspricht, zur Fälschung, egal welche Verlässlichkeit die widersprechende Quelle aufweist.
Wer diesem Prinzip folgt, wird immer nur das Ergebnis bekommen, das er hören will, argumentiert allerdings zirkulär, da er bereits von der Korrektheit der Angabe ausgeht, die zur Debatte steht. In diesem Zirkel ist Schreyer zu verorten.

Nachtrag

Schreyers Darstellung des Sachverhalts kommt nicht ohne einen weiteren Fälschungsvorwurf aus (Inside 9/11, S. 42):

Entweder irrt sich Scogins (was ihm bisher niemand vorgeworfen hat), oder die Zeitangabe auf den Tonbändern ist manipuliert.
Lynn Spencer, die Autorin der von NORAD protegierten 9/11-Chronik aus dem Jahr 2008 fand jedoch einen recht kreativen Weg, diesen Widerspruch aufzulösen. Sie fälschte Scoggins Aussage. Aus den “20 Meilen” wurden in ihrem Buch ganz einfach “50 Meilen von Albany”.

Zum Abgleich noch einmal Colin Scoggins am 20.09.2001, neun Tage nach 9/11, in seiner ersten fixierten Stellungnahme zu den Ereignissen:

Called NEADs several times to identify target, 50 South of ALB, then 30 North of JFK, 16 N of JFK, and again when we lost radar 8 NE of JFK.

Und Scoggins am 15. November 2012 selbstkritisch (Quelle, meine Hervorh.):

I wish I could say that the AAL11 was exactly where I said it was but BCR is correct I still have to side with radar and black box data they don’t lie, and if someone were to modify the data, what purpose would it do to adjust the data a couple minutes. If I had to be specific I would say the second set of latitude/longitudes that I gave was probably the most accurate Joe Cooper and I were on the location of AAL11. Even then we were looking at something was already 11 to 12 seconds in history. Every location I gave was from me either glancing at Joe Coopers radar display or me requesting Joe Cooper looking at the scope and him “slew balling” over the target. I did not have radar display in front of me I was sharing Joe’s display. I had a computer monitor and a TSD display in front of me with a regular phone and a DSN phone.

 

Update, 27.10.2013:
In einem Artikel vom August 2013 nimmt Schreyer die Vermutung der Zeitstempelfälschung wieder zurück – doch nicht, weil sie mit den Primärdaten nicht konsistent ist, sondern weil er das erste Telefonat von Scoggins an NEADS nach vorne verlegt: “Apparently Scoggin ́s call was at about 8:35, following the 8:34 call by Dan Bueno to Otis TRACON [...].” (Schreyer, Update, S. 1)
Diese Begründung der Anomalie überzeugt mich nicht, denn aus dem für 8:38 EDT verbürgten Anruf von Joseph Cooper geht hervor, dass es er erste Anruf an NEADS wegen AA 11 ist, und alle Beteiligten inklusive Scoggins selbst bezeugen dies.
In den Fußnoten des Artikels verweist Schreyer auf einen Artikel von 9/11 Commission Staffer Miles Kara, der den (weiter oben auf dieser Seite beschriebenen) konstruktiven Quellzugang noch einmal auf den Punkt bringt:

Scoggin’s compression of time and conflation of events is typical of most eye witness and participant recall of events such as 9/11. My consistent position is that the story of the day of 9/11 is best told in the recorded voices of the day. Further, the air defense story is best told using radar data and voice communications in conjunction.

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