Selektiv, unkritisch, detailversessen

Verschiedentlich werden den Einlassungen dieser Webseite Einwände entgegen gebracht, die weniger auf die behandelten Einzelaspekte, sondern mehr auf die Stoßrichtung der Seite im Allgemeinen abzielen: Sie sei zu selektiv, der Autor sei zu unkritisch, sie sei zu detailliert etc.
Einige immer wiederkehrenden dieser Grundsatzfragen sollen im Folgenden beantwortet werden.

Den USA bzw. den Regierungen der USA ist alles zuzutrauen, nachdem in der Geschichte der USA vor (z.B. durch die Brutkastenlüge) und nach dem 11. September (z.B. im Krieg gegen den Irak 2003) bereits Kriege durch Lügen vom Zaun gebrochen wurden. “Ich kämpfe dafür, dass man offen über diese drei Geschichten ["offizielle Version", LIHOP, MIHOP] sprechen kann, weil es ja um die Frage geht: Glauben Sie diesem Mann [George W. Bush]?” (Dr. Daniele Ganser, Vortrag zu 9/11, min28:28)

Regierungen greifen zur Legitimation von Maßnahmen, bei denen ansonsten Legitimationsschwierigkeiten auftreten würden, seit eh und je zu Mitteln der Manipulation. Die Dämonisierung des militärischen Gegners, auch mittels Lügen, gehört zu den ältesten dieser Mittel. In der jüngeren Zeitgeschichte hat insbesonders die Administration Bush ein enormes Glaubwürdigkeitsproblem und zumindest mittelbar hunderttausende Tote mit zu verantworten.
Diese Feststellung hat allerdings nichts mit der Stoßrichtung dieser Webseite zu tun.
Zum einen geht es in der Debatte um die Flugabwehr am 11. September 2001 nicht um die Frage danach, was welcher Person oder Administration zuzutrauen ist, sondern welche Version der Geschichte aus den vorliegenden Daten begründet werden kann.
Zum anderen spielen im Bereich „die Regierung der USA“ bzw. „die Bush-Administration“ andere Protagonisten eine Rolle als in der Domäne der Flugabwehr. Übergriffe von Regierungspolitikern in andere Bereiche, seien es Medien, Wissenschaft oder eben das Militär, sind natürlich gang und gäbe, aber je Einzelfall zu betrachten. Die pauschale Gleichung Luftabwehr = Bush (oder alternativ auch NIST = Bush, FBI = Bush, CIA = Bush etc.) ist eine rhetorische Figur ohne Faktendeckung.
Auf dieser Webseite geht es also nicht um die Frage: Glauben Sie diesem Mann? (Ebensowenig übrigens um die Fragen: Glauben Sie CNN? Glauben Sie dem 9/11 Commission Report? Glauben Sie dem FBI?)

Die Authentizität der Flugabwehrdaten steht in Frage. “Man kann nicht von Abwehr sprechen, wenn kein Grund zur Abwehr gewesen ist. Im Falle 9/11 bestand kein Grund für eine Abwehr, weil kein Flugzeug entführt worden ist.  [...] Wenn keine Flugzeuge entführt worden sind, muss man davon ausgehen, dass die Daten, auf welche Sie sich stützen, gefälscht worden sind.” (Elias Davidsson in einer E-Mail vom 8. März 2015)

Korrekt ist, dass nahezu allen Ausführungen dieser Webseite die Annahme der Authentizität der Primärdaten zugrunde liegt. Sollte sich irgendwann herausstellen, dass die Primärdaten pauschal gefälscht sind, sind die meisten Ausführungen dieser Webseite obsolet.
Es sprechen jedoch verschiedene Aspekte für die Authentizität der Daten.
1. Die Daten sind von der ausstellenden Behörde als authentisch ausgewiesen.
Die Tonaufnahmen der FAA sind durch den Quality Assurance Manager des jeweiligen ARTCC als authentisch ausgewiesen. Der Hinweis auf die Authentizität der Aufnahmen erfolgt immer zu Beginn eines Pakets an Tonaufnahmen.
Die Radardaten des 84th RADES wurden qua Anschreiben an das FBI durch Lt. Col. Richard B. Rehs sowie durch den Rechtsakt der FOIA-Freigabe durch das 84th RADES als authentisch ausgewiesen.
Die Radardaten der FAA wurden durch den Rechtsakt der FOIA-Freigabe durch die FAA als authentisch ausgewiesen.
Die Tonaufnahmen des NORAD  wurden durch die zu hörenden Beteiligten als authentisch ausgewiesen. Aus den Unterlagen der 9/11 Commission geht hervor, dass die Tapes im Beisein der Beteiligten durchgehört wurden, Personen sich selbst auf den Aufnahmen identifizierten, Kontexte zu zu hörenden Dialogen lieferten etc.
Die Daten der FDR von UA 93 und AA 77 sind durch den Rechtsakt der FOIA-Freigabe durch das NTSB als authentisch ausgewiesen.
2. Die Daten bestätigen sich wechselseitig.
Die Gegenprobe der Daten spricht für ihre Authentizität.
Dialoge zwischen Militär und ziviler Flugüberwachung, die auf den Tapes der einen Behörde auftauchen, tauchen (wenn aufgenommen) verbatim auch auf den Tapes der anderen Behörde auf.
Die Radardaten des RADES decken sich mit den Radardaten der FAA. Die Radardaten der FAA, die selbst von etlichen verschiedenen Radarstationen stammen, decken sich untereinander.
Die Tonaufnahmen bestätigen Geschehnisse, die auch die Radardaten zeigen und andersherum.
Die FDR-Daten decken sich mit den Radardaten.
3. Die Fälschungsannahme führt in absurde Folgen.
Geht man pauschal davon aus, dass die Daten gefälscht sind, involviert man automatisch etliche Protagonisten und mehrere verschiedene Institutionen in die Verschwörung.
Ein Fälschungsvorwurf sollte daher möglichst begrenzt werden auf ein bestimmtes Set an Daten, muss dann allerdings jeweils eigens begründet werden.

Allein die Häufung der Absonderlichkeiten im Bereich der Flugabwehr macht die “offizielle Version” unglaubwürdig. “The sheer amount of anomalies is still astonishing. Defenders of the official narrative try to explain them with the popular term ´fog of war`. Indeed, there is some truth in this. If a treath becomes real, things tend to complicate. Nonetheless it should be noted that all the anomalies mentioned turned out to happen in perfect favor for the perpetrators of the attacks.” (Paul Schreyer, Update: Anomalies of the Air Defense on 9/11, S. 3)

Ich bewerte die Ausgangslage anders. Was Gegner der offiziellen Version als “Anomalie” beschreiben, ist i.d.R. ein epistemisches Phänomen: Etwas, das unerklärt ist. Viele Anomalien sind also vieles, das unerklärt ist. Das Mittel gegen Anomalien ist deshalb Erklärung. Mit der Erklärung verschwindet die Anomalie.
Am Beispiel (hier, hier und hier): Die Anomalie `Koordination der Flugmanöver´ ist erklärt (es gab keine), die Anomalie `NTSB-Reporte liegen nicht vor´ ist erklärt (sie liegen vor), die Anomalie `Ein Controller war 9/11 für nahezu alles zuständig´ ist erklärt (war er nicht). Hat nun derjenige, der die “offizielle Version” für unglaubwürdig hält aufgrund drei dieser “Anomalien”, bessere Argumente als derjenige, der nur zwei oder eine dieser “Anomalien” im Gepäck hat? Wenn Sie diese Frage mit “Ja” beantworten, hat Ihre Epistemologie ein Problem, nicht die “offizielle Version”.
Deshalb kann die reine Massierung von Anomalien nicht das Endziel sein. Über die Stichhaltigkeit von Einwänden entscheidet nicht ihre Quantität, sondern ihre Qualität. Ein einziges schlüssiges Argument stärkt eine Schlussfolgerung besser als eine beliebig große Menge nicht-schlüssiger Argumente, ein einziger guter Grund wiegt mehr als eine beliebig große Menge schlechter Gründe. Masse bedeutet per se nichts.

Die Gesamterklärung des Flugabwehrversagens als Serie von “Pleiten, Pech und Pannen” am 11. September ist unglaubwürdig. “[Die] Situation ist, aus meiner Sicht, vergleichbar mit vier Feuerwachen, die zu vier unterschiedlichen Feuern gerufen werden und alle vier Feuerwehren sagen: `Tut mir Leid, wir haben den Weg nicht gefunden … die Reifen waren platt … die Leute waren nicht da … wir hatten kein Wasser oder wir hatten sowieso gedacht dass es nur ein falscher Alarm gewesen ist.´ Es wäre wirklich was los. Ich frage mich einfach nur warum die Bevölkerung sich das von der Luftverteidigung bieten lässt, was sie von keinem Feuerwehrmenschen, von keiner Krankenwagonbesatzung, von keiner Polizeibesatzung bieten lassen würde, dass an vier unterschiedlichen Stellen, zu vier unterschiedlichen Zeiten, unterschiedlich zuständige Leute ihre Pflicht nicht erfüllen. Und das ist passiert.” (Andreas Hauß, Unter falscher Flagge, min12:26ff.)

Auch ich bin der Meinung, dass eine Erklärung des Versagens der Flugabwehr, die etliche kausal voneinander unabhängige Pleiten als Begründung anführt, unglaubwürdig wäre.
Der Einwand basiert allerdings auf einem Strohmann, denn die kausal voneinander unabhängige Serie von Einzelpleiten ist weder die offizielle Gesamterklärung des Versagens der Flugabwehr noch die Version, die auf dieser Webseite vertreten wird.
Die offizielle Gesamterklärung findet sich im ersten Kapitel  des 9/11 CR, S. 14ff. und wird auf S. 18 bündig zusammengefasst:

On the morning of 9/11, the existing protocol was unsuited in every respect for what was about to happen.

In der “offiziellen Version” des 9/11 CR hat das Versagen der Flugabwehr grundlegend systemische und nicht individuelle Gründe. Diesen systemischen Gründen versucht die vorliegende Webseite unter „Aspekte“ auf die Spur zu kommen, wenngleich hier noch viel zu tun ist (s.a. die Frage zum “Gesamtbild”).
Ein Systemversagen schließt natürlich individuelles Versagen an einzelnen Schnittstellen nicht aus. Diesem müsste konkret je Einzelfall nachgegangen werden.

Die Gesamterklärung des Flugabwehrversagens am 11. September als Inkompetenz ist unglaubwürdig. “Dazu wurde niemand wegen Inkompetenz o.ä. Begründungen sanktioniert. Ein Unding- wenn man genau drüber nachdenkt. Ist also alles nach Plan gelaufen.” (Dirk Gerhardt, 9-11 Inside Job, S. 7)

Hier gilt dasselbe. Die “offizielle Version” der Flugabwehr 9/11 ist keine Inkompetenztheorie, weil sie keine Theorie des individuellen Versagens ist. Darum basiert der Einwand auf einem Strohmann.
Darüber hinaus geht der Einwand von einfach geordneten Verhältnissen aus, deren Naivität sich schon zeigt, wenn man grobe Ausdrücke wie “offizielle Version” und “sanktioniert” auf Akteure verteilt. Selbst wenn z.B. der 9/11 CR behaupten würde, Kommandant xy hätte inkompetent gehandelt, sieht das der Vorgesetzte von Kommandant xy vielleicht ganz anders. Selbst wenn der Vorgesetzte es genauso sehen würde, hat Kommandant xy vielleicht in genug anderen Fällen kompetent gehandelt und seine Fehler damit ausgeglichen.
Es entscheidet der Einzelfall.

Diese Webseite ist zu selektiv. Sie deckt nur randständige Aspekte der Flugabwehr ab und lässt die wahren Anomalien der Flugabwehr aus. “Also ehrlich, in angesichts der Brisanz ganz anderer Themen bei der Flugabwehr sind das ja nicht mal laue Windchen, die du da zusammengetragen hast.” (Aus einer Forendiskussion, 06.05.2013)

Diese Webseite ist selektiv. Ich habe nur begrenzt Zeit, Muse und Mittel, mich dem hier verhandelten Thema zu widmen.
Sie ist allerdings nicht zu selektiv. Viele der hier behandelten Argumente waren über Jahre hinweg „Dauerbrenner“ unter Gegnern der „offiziellen Version“ allgemein bzw. bei den jeweils behandelten Protagonisten (z.B. Andrews AFB, Mineta-timeline, Otis-Zeugen), einige sind es bis heute. Auf der Webseite tauchen auch randständige Argumente auf, teils in Reaktion auf direkte Aufforderung von Lesern, teils weil ihre Diskussion zur Klärung eines allgemeineren Aspekts beiträgt, teils aus dem schlichten Grund, dass sie einmal vorgetragen wurden und korrigiert gehören.
Unabhängig davon erhebe ich keinen Vollständigkeitsanspruch. Selbst wenn alle hier diskutierten Aspekte randständig wären, wäre das kein Einwand gegen die Korrektheit der getätigten Schlussfolgerungen.

Diese Webseite ist zu selektiv. Sie deckt generell nur den Aspekt der Flugabwehr ab und lässt die wahren Anomalien anderer Bereiche von 9/11 aus. “[W]er Grundstufenphysik im täglichen Leben, bzw. bzgl. des Totalkollapses von WTC 7 (dem Knackpunkt zu 9/11) nicht anwenden kann, ist völlig ungeeignet zum komplexen Vorgang 9/11 wahrheitsgemässe Aussagen zu treffen. Du vergeudest also deine Zeit mit all Deinen an die OVT angelehnten `Widerlegungen´, wenn Du den Knackpunkt am Ganzen nicht begreifst, bzw. Dich damit nicht beschäftigen willst.” (Aus einer Forendiskussion, 27.02.2014)

Diese Webseite ist thematisch beschränkt. Die Themenwahl beruht weitestgehend auf den subjektiven Interessen des Autors sowie der vergleichsweise guten Quellenlage, die eine seriöse Diskussion erlaubt.
Die thematische Beschränkung ist aber auch aus “truther”-Sicht rational. Das Versagen der Flugabwehr ist nicht nur eins der frühesten, sondern bis in die Gegenwart eins der zentralen Themen unter Gegnern der „offiziellen Version“, gerade im  deutschsprachigen Raum. Es eint die konträren Entwürfe der LIHOP- und MIHOP-Vertreter und hat eine gewisse Anschlussfähigkeit auch für Personen und Gruppen, die nicht ohne weiteres als „9/11 Truther“ bezeichnet werden können. Wer diesen Bereich als Einzelperson versucht kleinzureden, kann dies tun, im Draufblick auf die Historie der 9/11 Wahrheitsbewegung ist er allerdings einer der zentralsten Aufhänger für 9/11-Zweifel, in seiner Stellung vergleichbar mit der Identifizierung der Attentäter und dem Einsturz von WTC 7.
Unabhängig davon erhebe ich keinen Vollständigkeitsanspruch. Selbst wenn alle hier diskutierten Aspekte randständig wären, wäre das kein Einwand gegen die Korrektheit der getätigten Schlussfolgerungen. Selbst wenn WTC 7 eine Sprengung war, war Andrews nicht im QRA-Status. Selbst wenn Mohammed Atta nicht den Steuerknüppel von AA 11 bediente, wurden das Protokoll für den Fall einer Flugzeugentführung nicht kurz vor 9/11 geändert.

Diese Webseite ist sehr detailversessen und verliert das Gesamtbild aus dem Auge. “[Ich] erspare es mir, auf all die von interessierten Kreisen in die öffentliche Debatte geworfenen Fragen einzugehen. Das sind alles Nebelkerzen und dienen dazu, von den Grundsatzfragen abzulenken. Die am besten funktionierende Luftwaffe der Welt, Teil des größten und effizientesten Militärapparates der Welt, lässt sich nicht über zwei Stunden lang übertölpeln.” (Jochen Scholz in einer E-Mail vom 07.10.2008)

Dieser Einwand ist teils korrekt. Ich bin durchaus bestrebt, etwas zum Gesamtbild des Komplexes der Flugabwehr beizutragen. Dies geschieht insbesondere unter „Aspekte“. Ich bringe allerdings weder persönliche Kenntnis noch eine anstudierte Expertise in diesem Bereich mit.
Detailbehauptungen sind leichter zu verifizieren oder zu falsifizieren, weil sie in einem direktem Zusammenhang mit vorliegenden Daten stehen. Je allgemeiner jedoch die Thesen und je länger die betrachteten Zeiträume sind, desto mühsamer ist eine solche Verifizierung oder Falsifizierung für den interessierten Laien. Soll heißen: Verifikation einer Behauptung wie „NORAD war auf einen Anschlag wie 9/11 schlecht vorbereitet“ = schwierig. Verifikation einer Behauptung wie „Major Kevin Nasypany von NEADS befahl 9/11 um 09:09 EDT, die Langley-Flieger startbereit zu machen“ = leicht.
Derselbe Anspruch gilt natürlich auch für die Gegensicht. „NORAD war auf einen Anschlag wie 9/11 gut vorbereitet“ ist ebenso schwierig zu verifizieren und das Gesamtbild, welches Gegner der “offiziellen Version” offerieren, ist nicht automatisch besser belegt.

Selbst die Mitglieder der 9/11 Kommission zweifeln inzwischen an ihrem Report. Sämtliche Ausführungen zur Luftabwehr, die sich an den Report anlehnen, sind damit obsolet: “The 9/11 Commission Rejects own Report as Based on Government Lies.”

Es wäre angesichts vorliegender Primärdaten zweitrangig, was die Mitglieder der Kommission sagen. Tatsächlich ist aber auch der Kommissions-interne Zweifel am eigenen Report eine Falschdarstellung. Ein Minimum an Lesekompetenz und Kontextwissen reicht, um vermeintlich “Reports-kritische” Aussagen wie von Thomas Kean oder John Farmer einzuordnen (vgl. auch Shenon, The Commission; Farmer: The Ground Truth; Kean/Hamilton, Without Precedent). Thema ist nicht die Falschheit des 9/11 CR – ganz im Gegenteil, seine Richtigkeit wird in den Äußerungen sogar vorausgesetzt -, sondern die Falschheit einiger “offizieller” Aussagen vor Veröffentlichung des 9/11 CR.
Auch das rhetorische Standardmanöver des Verweises auf die Interessenkonflikte von Philip Zelikow, dem Geschäftsführer des Kommissionsstabs, ist im Kontext dieser Webseite nicht zielführend. Selbst in der ausführlichsten Darstellung dieser Interessenkonflikte über 400 Seiten in Shenons The Commission, die im Detail aufzeigt, wie Zelikow versuchte, insbesondere die politischen Aspekte von 9/11 entlang der Linie des Weißen Hauses aufzubereiten, ist der Protagonist des Buches immer dann kein Thema mehr, wenn die Flugabwehr Thema wird (vgl. insbes. Kap. 18 & 30). Der einzige Aspekt, bei dem Zelikow eine Rolle zugeordnet wird, ist die – für die Fakten des Tages nebensächliche – Frage danach, welche Instanz die Falschaussagen von FAA/NORAD untersuchen solle (vgl. die Korrespondenz Zelikow-Shenon, S. 128ff.).
Die Behauptung, das zuständige Kommissionsteams sei korrumpiert gewesen, ist demnach reine Verleumdung, die zudem ungewollt direkt von den Anschlägen Betroffene angreift, die Teil dieses Teams waren. Navy Lt. Kevin Schaeffer befand sich im Pentagon, als AA 77 einschlug, und erlitt schwere Verbrennungen an 50% seiner Haut. John Azzarello verlor seine beiden Schwager am World Trade Center.
Diffamieren aus der Ferne ist einfach. Überzeugend ist es nicht.

Literatur

Farmer, John: The Ground Truth. The Untold Story of America under Attack on 9/11. New York: Penguin Books 2009

Kean, Thomas H./Hamilton, Lee H.: Without Precedent. The Inside Story of the 9/11 Commission. New York: Vintage Books 2006

Shenon, Philip: The Commission. The Uncensored History of the 9/11 Investigation. London: Little Brown 2008

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